04.06.2016

Wortsplitter der Delegierten zum 119. Ärztetag

GOÄ   ...ist wie waterboarding

Klaus Reinhardt, neuer Vorsitzender des Ausschusses, Gebührenordnung der BÄK will die menschliche Zuwendung angemessen honoriert sehen. Gleichzeitig legt er sich mit den Kritikern an:" Ich tu mich schwer mit Menschen, die lange brauchen sich mit der Realität zu arrangieren. "Es macht keinen Sinn mit Maximalforderungen rauszugehen. Sie können ja auswandern."

Astrid Schmid stellt den Willen zum Neustart bei Reinhardts "Angebot zur Republikflucht" in Frage und kritisiert "GOÄ-Geheimverhandlungen wie bei TTIP".

Norbert Metke will mehr Transparenz zur gemeinsamen Vereinbarung. "Ich lasse mich nicht als Paranoider bezeichnen, weil ich ein Problem mit 5,8 Prozent in drei Jahren habe."

Für Axel Brunngraber gibt es keine Generalabsolution des Plenums, keine windelweichen Gummiparagraphen. "Die Rahmenbedingungen der GOÄ können wir nicht verbessern. Die GeKo ist ein Paradigmenwechsel aber nicht fortschrittlich, nicht reversibel."

Rudolf Henke will aufräumen mit der Legende der Konfrontation zwischen KH und niedergelassenen Ärzte GOÄ ist auch für KH von Bedeutung und spricht vom "Beginn einer wunderbaren Freundschaft" ohne eigene Rechtskompetenz zügige Entscheidungsentwicklung wird erwartet.

Rüdiger Pötsch bezweifelt "die Legitimation Reinhardts beim Auftrag der GeKo. Beihilfe und PKV haben ein Vetorecht. Das ist Beihilfe zur Bürgerversicherung."

Martin Grauduszus treibt die Sorge um, ob ein freier Beruf Einschränkungen bekommt bei freier Gebührenordnung. Eine neue GOÄ muss besser sein in Gestaltung und Idee.

Christoph Emminger gibt zu bedenken: Das sind keine Tarifverhandlungen weil kein Streikrecht besteht. Sie rechnet aber mit dem Schutz des Art.12 GG GOÄ durch Gesetzgeber. "Wir haben die Chance diese auszuarbeiten, statt uns wie die Kesselflicker zu streiten. Wir müssen den Gesetzgeber überzeugen."

Im Schlusswort bestätigt Reinhardt dem Gremium eine angemessene gründliche abschliessende Debatte geführt zu haben: "Wir finden nicht zu allem einen Konsens, das ist normal." Er fordert trotzdem " Entscheidungsakzeptanz". "Ich habe kein Problem zu sagen das dauert ein Jahr wir können nicht alle drei Monaten einen Sonderärztetag machen.

Kategorie: BFAV