10.12.2015

"Si tacuisses...

»Das Stimmenergebnis aktuell beweist die Facharzt-Lastigkeit der VV der KBV: 41 Fachärzte stimmen 16 Hausärzte nieder. D.h. disproportionale (Über-) Repräsentation von 63T Fachärzten gegenüber 48T (unter-repräsentierten) Hausärzten.« (Claas Hüttenrauch)

Wie viele Vertreter des hausärztlichen Versorgungsbereiches sind in der KBV - VV? Es sind allein 17 gesetzliche Vertreter, also hauptamtliche Vorstände des hausärztlichen Versorgungsbereiches der regionalen KV-en. Darüber hinaus sind derzeit exakt 10 d.h. die Hälfte ("Parität") der sog. ehrenamtlichen Mitglieder der KBV-VV Hausärzte bzw. ein Kinderarzt. Wenn nun 16 Stimmen für diese Art einer völlig ineffizienten und sinnfreien "Paritäts-Regelung" waren, weiß man bei geheim durchgeführter Stimmenabgabe noch nicht einmal, ob unter diesen 16 Befürwortern nicht auch Fachärzte oder PTT waren! Jedenfalls waren bei Annahme einer Blockbildung in der Ablehnungsfront mindestens zehn Hausärzte!

Unter Kenntnis dieser Zusammenhänge immer wieder die "Stichelei" von der Facharzt-Majorisierung aufzumachen, lässt tief blicken. Es scheint mir so, dass es den Betreibern dieser Separationstaktik mehr daran gelegen ist, den Keil mit ihrem "Facharzt-bashing" immer weiter in die noch funktionierende und kollegial zusammenarbeitende Basis zu treiben, um die finale Trennung herbeizuführen. Damit erweist Ihr/Sie den Ärzten insgesamt einen Bärendienst!

Kategorie: Allgemein