06.02.2015

PROTESTAKTION: Nein zum »Gröhe-Gesetz« – Gegen staatliche Zwangsmaßnahmen

Seit einigen Wochen wissen wir, was der Bundesgesundheitsminister in sein sog. Versorgungsstärkungsgesetz (VStG) schreiben will. Auf den ersten Blick sieht das richtig gut aus für Sie als Patient. Aber immer, wenn ein Paket besonders schön und bunt aussieht, sollte man sich den Inhalt genau anschauen – es könnte eine Mogelpackung sein. So auch in diesem Fall, in dem sich das Gesetzespaket eher als »Versorgungs­schwächungsgesetz« entpuppt.

 

­Facharzttermin in 4 Wochen – garantiert?

Ja, vielleicht, wenn Sie eine Überweisung vom Hausarzt bekommen haben, sich bis zur zentralen Terminservicestelle durchgefragt haben und bereit sind, zu irgendeinem Arzt zu gehen, der Ihnen angeboten wird – auch wenn die Praxis weiter weg liegen sollte. Andernfalls „dürfen“ Sie in ein Krankenhaus zur ambulanten Behandlung. Freie Arztwahl – Im Notfall eher nicht!

Überversorgte Städte? Weg mit den Praxen Ihres Vertrauens!

Zu viele Arztpraxen in vielen Regionen? Wie passt das zu langen Wartezeiten? Vielleicht wird auch die Praxis Ihres Arztes bald eingezogen und wird nicht nachbesetzt, wenn Ihr Doktor in Rente geht. Damit wird es gerechter für alle – denn die Versorgung in den Städten wird damit gleich schlecht wie auf dem Land.

Na und – dann gehen Sie eben ins Krankenhaus

Bereits heute sind die Krankenhäuser durch Personalmangel und Sparwut nicht mehr in der Lage, die stationäre Versorgung gut zu gewährleisten. Nun sollen die auch noch bei der ambulanten Behandlung mitmischen. In der Praxis ist immer Facharzt drin, wenn Facharzt drauf steht – in den Krankenhäusern behandelt auch der Assistent in Weiterbildung, wenn auch unter der Aufsicht des überlasteten Oberarztes.

Ich kriege doch alle Behandlungen, die ich brauche, oder?

In Zukunft wird die wirtschaftliche Verordnung des Arztes auch bei Krankschreibungen, Überweisungen und Krankenhauseinweisungen überprüft. Was das bedeuten kann, sehen Sie heute schon bei der Medikamenten- und Heilmittelverordnung.

Um das zu verhindern, unterstützen Sie die Unterschriften-Aktion*:

* Die Listen werden ausschließlich für die Kampagne »Schlechte Besserung - Das VSG« eingesetzt. Die Unterschriften werden an die Wahlkreisabgeordneten in Land- und Bundestag übergeben.

Hier: Download Unterschriftenliste

Kategorie: Allgemein, BFAV, BVNF