05.12.2014

»Schlechte Besserung« VStG, das Ende der freien Arztwahl

BVNF warnt vor Staatsmedizin: Versorgungsstärkungsgesetz als »Totengräber freiberuflicher Facharztpraxen« Der Bundesverband der niedergelassenen Fachärzte (BVNF) sieht im Versorgungsstärkungsgesetz ein Instrument, die freiberuflich niedergelassenen Fachärzte wirtschaftlich zu eliminieren.

Während vordergründig noch um Terminvergabe und Praxisaufkauf gestritten werde, sei der »Versorgungszug« mit Klinik-Ambulanzen und kommunalen MVZs längst in Richtung Staatszuteilungsmedizin abgefahren, so warnt Dr. Wolfgang Bärtl, Sprecher des Bayerischen Facharztverbandes und Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Fachärzte, im Vorfeld der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Der Orthopäde fordert namens seiner Kollegen das facharztfeindliche Gesetzesvorhaben einer grundsätzlichen Revision zu unterziehen und hat dazu mehrere Anträge zur Unterstützung in die KBV-VV eingebracht.

Gleichzeitig fällt der Startschuss für die Aufklärungskampagne »Schlechte Besserung«, mit der die Patienten über das VStG und seine Folgen aufgeklärt werden. Es werden Unterschriften gesammelt, die an Bundesgesundheitsminister Gröhe geschickt und den jeweiligen Wahlkreisabgeordneten übergeben werden.

Kategorie: Allgemein, BVNF