03.03.2011

Antwort auf den "Stackelberg Artikel" in der FAZ

In der FAZ-Ausgabe vom 28.02.2011 wird auf Seite 11 in dem Artikel "Gutachter halten Ärzteeinkommen für überzogen" der Vizevorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Herr von Stackelberg, zitiert mit der Behauptung, die niedergelassenen Ärzte hätten ein durchschnittliches Gesamteinkommen von rund 164.000?. Dabei seien die Praxiskosten bereits abgezogen und die Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten kämen noch hinzu.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat erst kürzlich die bayerischen Fachärzten darüber informiert, dass jeder bayerische Facharzt im Schnitt 51.000? Einkommen pro Quartal (Quartal 3/2010) hat. Das summiert sich auf 204.000?/anno, durchschnittlich.

Davon gehen ab, durchschnittlich:

  1. 100.000? Praxiskosten

  2.   30.000? Steuern

  3.   20.000? Sozialversicherung

  4.   10.000? Tilgung

  5.    5.000? Rücklagen

Wenn man so rechnet, verbleiben 39.000? Jahreseinkommen netto durchschnittlich für einen bayerischen Kassenfacharzt!

An Herrn von Stackelberg wäre die Frage zu richten, wie er von 39.000? auf 164.00? kommt?

An Herrn von Stackelberg wäre die weitere Frage zu richten, warum er mit derartig falschen Zahlen die Öffentlichkeit fehlinformiert?

An die FAZ wäre die Frage zu richten, warum sie derartige Falschinformationen zulässt und nicht durch eigene Recherche zu einer korrekten und objektiven Information ihrer Leserschaft beiträgt.

 

von Hartwig Kohl

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