14.07.2021

Linker Wahlkrampf – Fachärzte warnen vor »gefährlichem Populismus« im Gesundheitswesen

Dr. Wolfgang Bärtl

»Erneut wird pünktlich zur Bundestagswahl das Gespenst der Bürgerversicherung aus der Mottenkiste linker Heilsversprechen bevorzugt aus der Linken Ecke hervorgekramt, um dem gutgläubigen Wahlvolk eine Gesundheitsversorgung zum Nulltarif vorzugaukeln, für die am Ende alle Bürger die Zeche mit Lücken im System die Rechnung teuer bezahlen müssen,« so warnt Dr. Wolfgang Bärtl Sprecher des Bayerischen Facharztverbandes (BFAV).

In der aktuell aufgeheizten Wahlkampfsituation spricht der in Neumarkt/Opf. tätige Orthopäde von einer gezielt geführten Neiddiskussion, die in der noch immer angespannten Situation der Corona-Pandemie gerade für die Einsatzkräfte in den Praxen „ein demotivierender Schlag ins Gesicht ist“.  Bärtl verweist darauf, dass ohne die massive Mithilfe der niedergelassenen Ärzte die Impfquote erheblich schlechter wäre.
Das Gutachten hält zudem fest, dass die „Kostenersparnis“ schon in 6 Jahren verpufft wäre. Für diesen temporären Effekt würde das einzigartig erfolgreiche duale System der Krankenversicherungen zerschlagen und die Privatversicherten durch Vereinnahmung ihrer mitunter jahrzehtelang ersparten Rückstellungen enteignet werden. Dabei wurden noch nicht einmal die katastrophalen finanziellen Konsequenzen der niedergelassenen Ärzte berücksichtigt, mit denen sie von der GKV insuffizient bezahlte Leistungen für GKV Versicherte kompensieren, damit diese auch von First-Class-Leistungen profitieren, die anderenfalls niemals etabliert worden wären.
„Wer hier mit kurzfristigen Pseudo-Einsparvorschlägen auf Wählerfang geht, nimmt sehenden Auges das Ende unseres gut funktionierenden dualen Gesundheitssystems in Kauf. Das ist eine unverantwortliche Billige-Jakob-Politik für den Markplatz auf dem Rücken der Patienten von morgen,“ so kommentiert der BFAV-Sprecher abschließend den Vorstoß der Linken. 

Kategorie: Bayerischer Facharztverband, BFAV, BVNF