12.10.2020

Corona-Prämie auch für Medizinische Fachangestellte (MFAs)

Dr. Wolfgang Bärtl

Der 79. Bayerische Ärztetag folgt dem Entschließungsantrag des Vorsitzenden des BFAV auf dem heutigen Bayerischen Ärztetag mit überwältigender Mehrheit. Gleichwertige Behandlung der MFAs in Analogie zu den Angestellten in Krankenhäusern und Pflege.

„Der 79. Bayerische Ärztetag fordert die Politik auf, für die Medizinischen Fachangestellten (MFAs), die seit Ausbruch der Corona-Pandemie bis heute in vorderster Reihe der Versorgung stehen, in Analogie zu den Pflegekräften im Krankenhaus eine Prämie aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen bzw. aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung zu stellen“, lautet der Entschließungsantrag, den der Neumarkter Delegierte und Vorsitzende des Bayerischen Fcaharztverbandes, Dr.Wolfgang Bärtl, heute bei dem unter strengen Hygienerichtlinien in den Eisbach Studios in München abgehaltenen 79. Bayerischen Ärztetages einbrachte und der mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde.

„Die MFAs stehen seit Beginn der Pandemie an der Bugwelle der ambulanten Patientenversorgung und waren anfangs aufgrund mangelnder Schutzausrüstung auch noch einem deutlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Heute stellen die verschärften Hygienemaßnahmen deutlich höhere Anforderungen an die physische und psychische Belastung der MFAs. Eine geldwerte Prämie aus den Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen bzw. aus öffentlichen Mitteln in Analogie zur Belohnung der Pflegekräfte im Krankenhaus und Pflegeheimen ist als Zeichen der Wertschätzung angebracht“, begründet der BFAV-Vorsitzende seinen Antrag und legt mit diesem eindeutigen Votum des Bayerischen Ärztetages die Umsetzung dieser „überfälligen Wertschätzung“ durch die Öffentlichkeit in die Hände der verantwortlichen Politiker.

Kategorie: Bayerischer Facharztverband